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Mein Weg zu Sneha's Care Nepal - Teil 1

November 17, 2017

 

 

Als ich letztes Jahr das erste Mal nach Nepal reiste, wusste ich nicht, wie sehr mich die Erlebnisse dort verändern würden. 

 

Im November 2016 besuchte ich dieses Land im Rahmen einer Benefitzsportveranstaltung von Impact Marathons um dort einen Halbmarathon in 2.000 Meter Höhe zu absolvieren. Insgesamt kamen durch diese Veranstaltung über 102.000 Pfund an Spenden zusammen, die an die United Nations Global Goals weitergeleitet wurden.  Unter anderem für Gender Equality und zum Ausbau der Schulbildung. 

Der Moment der mein Leben verändern sollte, war aber nicht der Lauf selber oder die wundervolle Woche mit den vielen verrückten anderen Läufer_innen und mit dem morgendlichem Blick auf den Himalaya, nein das war ein Moment in einem der zahllosen kleinen Dörfer in den Bergen rund um Kathmandu.

 

 

Gleich nach der Ankunft in dem Land fielen mir die vielen Straßenhunde auf, die in Nepal mehr schlecht als recht ihr Dasein fristen.

Ich hatte darüber schon in den Reiseführern gelesen und dachte ich wäre mental auf das Leid vorbereitet.

Das klappte zu Anfang auch ganz gut, bis ich an Tag fünf zwei Begegnungen hatte. 


Ich war mit Claire und Bob aus England auf dem Weg von unserer Sportler-Zeltstadt in Kakani nach Kathmandu und hatte mir zu Anfang der Reise extra ein paar von diesen Leckerliesticks besorgt, die ich an die Hunde verteilte auf die ich nach und nach so traf.

 

 

 

In einem kleinen Dorf in den Bergen sah ich eine Hündin die extrem ausgemergelt war und auch ein verletztes Bein hatte.

Sie nahm von mir sehr vorsichtig eines der Leckerlies entgegen (dies tun die meisten Hunde dort, denn Hundefutter und Hundeleckerlies kennen sie nicht und sind dementsprechend misstrauisch) aber nach einigem hin und her ass sie es vorsichtig und schien daran gefallen gefunden zu haben.

Als ich ihr noch ein weiteres fütterte,  steckte sie es sich allerdings nur zwischen die Zähne, kaute es nicht und schaute mich bittend nach weiterem Futter an. Was ich ihr auch gerne gab. Als sie 4 Stück im Maul hatte, wendete sie sich ab und ging zu einer kleinen Anhöhe hinter einem Schuppen. Da ich wissen wollte was sie mit dem Futter vorhatte, folge ich ihr. Ich kletterte einen kleinen Anstieg hoch, den die Hündin sicherlich mit ihrer Verletzung sehr schwer bewältigen konnte. Oben angekommen erkannte ich für was oder wen die Hündin das Futter brauchte.

Dort saßen 5 größere Welpen in einer Höhle und warteten Sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer Hundemama. 

Habe ich angefangen zu weinen? Worauf ihr euch verlassen könnt. Wenn auch zu diesem Zeitpunkt nur kurz.

 

 

 

Schlimmer wurde es, als ich ein paar Stunden später wiederum in einem anderen Ort auf eine Hündin traf, die sich vor lauter Schmerzen beim laufen praktisch nur von einer Straßenseite zur andere bewegen konnte. Das musste sie, weil sie immer wieder von anderen Hunden bedrängt und schikaniert wurde. 

Dies was der Moment, wo bei mir alle Dämme brachen und ich vor lauter Verzweiflung um das Leid dieser Tiere und der fehlenden Hilfe nur hemmungslos schluchzen konnte. 

Ich blickte in die Augen dieser Hündin und versprach ihr, das ich alles tun werde was in meiner Macht steht um das Leid von ihr und den anderen Tieren dort zu lindern. 

Kam ich mir in dem Momen pathetisch und selbstmitleidig vor? Auch das kann ich leider nur bestätigen. 

 

 

 

Es ist natürlich leicht mit dem Fingern auf die Menschen dort zu zeigen und ihnen die Schuld am Leid dieser Tiere zu geben.

Das wäre aber nicht richtig. Ich habe viele Menschen dort getroffen die sich herzlich um ihre Dorfhunde kümmern, aber selten die finanziellen Mittel haben um diese mit eigenem Futter oder sogar tierärztlicher Hilfe zu versorgen. Meist blieb den Menschen selber kaum genug für das eigene Leben, gerade in den vielen ländlichen Gebieten. Nicht vergessen werden darf dabei, dass erst ein Jahr zuvor das Land von einem schlimmen Erdbeben heimgesucht worden war. Bericht von Deutschlandfunk: Nepal ein Jahr nach dem Erdbeben. 

 

Claire und Bob mit denen ich ja unterwegs war trösteten mich und Claire erzählte mir dann von einem Tierschutzorganisation die von einer Frau Namens Sneha vor kurzem gegründet worden sei. 

 

Zurück in Deutschland nahm ich natürlich sofort Kontakt zu Sneha Shrestha auf. 

Diese hatte das Tierschutzprojekt Sneha's Care im Jahr 2014 mit eigenen finanziellen Mitteln und noch mehr Engagement gegründet. 

In dem selbst gebauten Tierheim vor den Toren von Kathmandu befinden sich im Moment über 100 Hunde mit unterschiedlichen Verletzungen die nach einem eigenen Zuhause suchen. Die Chancen stehen dabei leider schlecht, denn auch in diesem Land werden die Hunde lieber teuer und unnötig von Tierzüchtern gekauft als gerettet. 

Mit einem eigenen fahrenden Krankentransporter sind schon unzählige Tiere medizinisch versorgt worden und aktuell werden bis Ende November 2017 mehr als 500 Hunde kastriert und sterilisiert um die Flut an weiteren Straßenhunden irgendwie einzudämmen. Das alles finanziert Sneha zu 80% aus ihren eigenen Mitteln. Nur knapp 20% werden bisher von Spenden abgedeckt. Staatliche Stellen zur Unterstützung gibt es dort leider nicht. 

Die Fixkosten in Höhe von ca. 3.000 - 4.000 Euro pro Monat für 13 Angestellte, einem Tierarzt und den meisten anderen Unkosten hören sich nach deutsche Maasstab lächerlich gering an, aber ein_e durchschnittlicher Arbeiter_in verdient dort kaum kaum mehr als 200,-Euro im Monat.

Sneha hat zum Glück eine erfolgreiche Agentur für Trekkingreisen in Nepal und steckt all ihren Gewinn aus der Firma in das Tierheim. 

 

 

 

Nach der Kontaktaufnahme mit Sneha gründete ich eine eigene deutsche Unterstützerseite die ihr hier findet: 

https://www.facebook.com/Snehacaredeutschland/

 

Im September 2017 absolvierte ich dann einen weiteren Benefizlauf in Deutschland bei dem ich mit der großartigen Unterstützung von Familie und Freund_innen ingesamt 1.000,- Euro zugunsten von Sneha's Care einsammeln konnte. 

 

Im Oktober 2017 ging es dann ein zweites Mal nach Nepal um dann direkt vor Ort im Tierheim zu helfen. 

Was ich dort wunderschönes und trauriges erlebt habe und wieso eine hübsche Blondine bald auf dem Weg nach Deutschland ist, erzähle ich euch im Teil 2.

 

Kleiner Hinweis. Ihr findet rechts neben dem Artikel einen Spendebutton für Sneha's Care. Just saying. 

 

Weitere Infos zu Sneha's Care:

Homepage: https://www.snehacare.org

Facebook Fanseite: https://www.facebook.com/snehazcare/

 

Wie ist eigentlich die vegane Lage in Nepal?

Das nepalesische Essen an sich besteht ja meist aus Reis und Reis und noch mehr Reis. Dazu gibt es verschiedene Beilagen in Form von Gemüse und  Dhal Hat (einer Linsensoße).  An jeder Ecke gibt es auch Momo, eine Art asiatisches Ravioli in Klein mit verschiedener Füllung. Sehr oft auch als vegane Variante mit Gemüsefüllung zu bekommen. 

Solange man also kein Problem mit Reis hat, kann man dieses Land als Veganer_in sehr gut bereisen. Zur schnellen Stärkung gibt es in jedem Kiosk auch verschieden Nüssen zu kaufen und die allseits beliebten Oreo Kekse für den süßen Zahn.

In Kathmandu selber gibt ein unglaublich leckeres Restaurant das nur vegetarische und vegane Speisen und Getränke anbietet. 

Das Places Restaurant befindest sich mitten im belebten Stadtteil Thamel und kann mit jedem hippen Veggie-Restaurant in Berlin mithalten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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